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Hundekrankheiten

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Deutsche Dogge an Borreliose erkrankt. Hohes Fieber, Gliederschmerzen starker Durchfall - all das kann diese Krankheit beim Hund auslösen.

Borreliose und FSME bei Hunden

Unter den oft unterschätzten Krankheiten bei Hunden ist Borreliose eine sehr ernst zu nehmende Krankheit beim Hund und auch anderen Haustieren. Die Borreliose (auch Lyme-Borreliose oder Lyme-Disease) wird durch ein schraubenförmiges Bakterium verursacht, das im Inneren der Zecke lebt und beim Biss von der Zecke auf Hunde und andere Säugetiere übertragen werden kann. Viele Beschwerden, die durch eine Borreliose hervorgerufen werden, sind auch bei anderen Erkrankungen zu beobachten. Eine Diagnose ist also schwer. Beobachten Sie Ihre Hunde gut, da die Symptome der Krankheit vielseitig sind. Eine der wenigen typischen Krankheitssymptome ist die so genannte "Wanderröte" (Erythema migrans). Diese ringförmige Rötung rund um die Einstichstelle wird Tage bis Wochen nach einem Zeckenstich auch an anderen Stellen der Haut auftauchen. Gerade bei Hunden mit langem, dichten Fell ist dieses Krankheitssymptom nicht leicht zu erkennen. Die Wanderröte muss aber nicht bei allen Hunden mit Borreliose auftreten. Gelenkentzündungen mit schmerzenden Gliedmaßen und Bewegungsstörungen sowie zeitweiliges Fieber mit gestörtem Allgemeinbefinden kennzeichnen das Krankheitsbild. Zu diesem Symptom kommen noch weitere hinzu (d.h. aber nicht, dass jeder Hund jedes Symptom haben muss): Schlappheit, Durchfall, gekrümmter Rücken wegen Gelenkentzündungen. Im späteren Stadium können lebensgefährliche Hirnhautentzündungen auftreten. Im Mittelmeerraum ist zudem eine Doppelinfektion mit Borreliose und dem Erreger der Ehrlichiose möglich. FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Eine meist im Frühsommer durch Zecken übertragene Virusinfektion ist bei vielen Hunden aus dem Süden zu finden. Symptome wie bei einer Erkältung (erhöhte Körpertemperatur, Gliederlähmung), eine frühe Diagnose ist schwer. In fortschreitendem Stadium wird das Nervensystem angegriffen. Folge: Lähmungen, die tödlich sein können. Behandlung durch geeignete Antibiotika sollte so schnell wie möglich durch geführt werden. Bevor die erkrankten Hunde ein Antibiotikum erhalten, sollte zunächst Blut abgenommen werden und ein sogenannter Antikörpertest mit Titer-Bestimmung gemacht werden. Denn wenn der Hund bereits mit einem Antibiotikum behandelt wird, wird dies den Antikörpertest verfälschen.

Epilepsie beim Hund

Die Epilepsie bei Hunden, ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die durch das wiederholte Auftreten von epileptischen Anfällen gekennzeichnet ist. Wie beim Menschen gehören auch bei Hunden die Epilepsien zu den häufigsten Krankheiten des zentralen Nervensystems. Bezogen auf die Gesamtpopulation des Hundes kommen sie bei ca.1-2% aller Hunde vor. Einige Hunde-Rassen sind weit stärker betroffen. Anfälle äussern sich in unkontrollierten Muskelkrämpfen mit und auch ohne Bewusstseinseinschränkungen. Die Ursache liegt in einer erhöhten Erregbarkeit des zentralen Nervensystems, was dann dazu führt, dass die Krampfschwelle herabgesetzt wird. Manche Hunde zeigen Stunden bis Tage vor diesen Anfällen eine leichte Wesensänderung, oft nur vom Hundehalter zu erkennen. Der eigentliche Anfall kann schlagartig einsetzen, ohne dass dem Tier zuvor etwas anzumerken ist. Andere Hunde sind Minuten vor dem Anfall unruhig, ängstlich, suchen beim Besitzer Schutz oder verkriechen sich, einige können jaulen oder bellen, was nicht immer der Fall sein muß. Dabei ist es wichtig zu wissen, daß Anfälle aus unterschiedlichsten Gründen auftreten können. Die Experten haben deshalb die Epilepsie in zwei große Kategorien eingeteilt, die primäre Epilepsie und die sekundären Epilepsie. Die primäre Epilepsie tritt bei Hunden im Alter zwischen 1 und 3 Jahren auf und wird vererbt. Bei ihr zeigen sich keine erfassbaren Veränderungen im Gehirn. Sie ist nicht behandelbar, die Zahl der Anfälle und deren Heftigkeit kann jedoch mit Antiepileptika gut eingedämmt werden. Der sekundären Epilepsie liegt eine andere Krankheit des Hundes zugrunde, z.B. Gehirnschäden infolge von Entzündungen, Verletzungen oder Tumoren, Herzfehler, Diabetes, Gifte. Dadurch lässt sich hier auch eine Veränderung im Gehirn erfassen. Hier sollte auf alle Fälle erst einmal die zugrunde liegende Krankheit behandelt werden! Die Symptome, die der Hund zeigt, sind bei beiden Arten die gleichen: Umfallen, Zusammenbrechen, Zitterkrämpfe, Laufbewegungen der Beine im Liegen, Speicheln mit Schaumbildung, geweitete Pupillen, Ohnmacht, spontanes Urinieren und Abkoten. Bei den Epilepsien des Hundes ist nur mit einer medikamentösen Langzeittherapie ein therapeutischer Erfolg zu erzielen. Antiepileptika heilen die Epilepsien nicht, sie vermögen aber das Auftreten von epileptischen Anfällen zu verhindern bzw. ihre Häufigkeit, Schwere und Dauer zu mindern. Aber egal um welche Intensität es sich handelt, denken Sie immer daran, daß das Tier keinen Schmerz spürt und bewahren Sie Ruhe, um Ihrem Hund zu helfen. Dies basiert auf Erkenntnissen bei der Epilepsie des Menschen, und ist obwohl nicht völlig beweisbar eine verläßliche Extrapolation aus der Human-Medizin. Der Mensch ist es in erster Linie, der mit der Krankheit bzw. seiner Erscheinungsform Probleme hat. Man sollte sich im Falle eines grossen Anfalls darum kümmern, das sich der Hund nicht verletzen kann, indem er sich irgendwo einklemmt oder verletzt. Der Anfall ist fast immer für den Betrachter wesentlich traumatischer als für die Tiere selbst.

Hüftgelenksdysplasie

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) des Hundes stellt mit die häufigste Krankheit des Bewegungsapparates dar. Betroffen sind sämtliche Hunderassen, wobei großwüchsige Rassen das Krankheitsbild besonders häufig ausbilden. Auch bei Hauskatzen kann diese Krankheit auftreten. HD tritt in der Regel beidseitig auf, und kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Eine beginnende HD äußert sich in zunehmenden Schmerzen bei Spaziergängen, der Hund will nicht mehr weit laufen, setzt sich öfter hin, schreit beim Spielen ab und zu auf und zeigt einen instabilen Gang. Es gibt 2 Hauptursachen der HD. Zum ersten spielen die Erbanlagen der Hunde eine große Rolle. So tritt die HD gehäuft bei einzelnen Hunderassen, wie z.B. Schäferhunden, aber auch unter Familienmitgliedern auf. Ist also eines, oder beide Elterntiere von HD betroffen, ist der Nachwuchs auch mit höherer Wahrscheinlichkeit durch HD gefährdet.
Neben den genetischen Faktoren spielt aber auch die Ernährung des Hundes eine große Rolle bei der Entstehung der HD. Gerade übergewichtige Hunde entwickeln schneller Gelenkprobleme, da die überzähligen Pfunde eine große Mehrbelastung für den Körper und so auch für das Gelenk darstellt. Die einzige sichere Diagnostikmöglichkeit der Hüftgelenksdysplasie ist das Röntgen.
Anhand des Röntgenbildes werden dann 5 Grade der HD unterschieden:
A = HD frei
B = Übergangsform
C = leicht gradige HD
D = mittel gradige HD
E = hochgradige HD
In vielen Fällen kann eine rechtzeitige Behandlung das Leiden des Hundes mildern und an seinem Fortschreiten hindern. Geeignete Maßnahmen und Medikamente können die Schmerzen und Beschwerden lindern und einem weiteren Knorpelabbau entgegenwirken. Sinnvoll ist es, erkrankte Hunde mehrmals täglich kurz auszuführen, statt einmal täglich einen langen Spaziergang zu machen. Auch regelmäßiges Schwimmen ist ratsam. Bewegungen, die dem Hund besondere Beschwerden bereiten sollten weitestgehend vermieden werden. Auch eine Gewichtsreduzierung bei übergewichtigen Hunden, wie eine ausgewogene Ernährung können viel zum Wohlbefinden des Hundes beitragen. In schweren Fällen werden hervorragende OP-Techniken aus der Humanmedizin angewand (Hüftgelenksprothese) . Eine Hüftimplantation ist mittlerweile Standard in vielen Tierkliniken und wird mit sehr gutem Erfolg durchgeführt. Als Schmerztherapie kann auch eine Goldakupunktur für den Hund Erleichterung bei dieser nicht heilbaren Krankheit bringen.

Leptospirose

Die Erreger der Leptospirose, die Leptospiren (Bakterien), werden von befallenen Hunden oder anderen Tieren mit dem Harn ausgeschieden und sind besonders in feuchtem Boden und in Gewässern sehr lange lebensfähig. Nicht nur Hunde und andere Tiere können sich anstecken, sondern auch der Mensch. Die meisten Hunde werden gegen diese Erkrankung regelmäßig geimpft. Leider ist auch der geimpfte Hund nicht vollständig gegen die Krankheit geschützt. Dies resultiert im Wesentlichen daraus, dass es mehrere Unterarten der so genannten Leptospiren gibt. Die momentan in Deutschland eingesetzte Impfung schützt nur gegen zwei der Unterarten. Die Leptospiren setzen sich in den Nieren fest. Etwa 2 Wochen nach der Infektion zeigen sich Symptome wie Futterverweigerung, allgemeine Schwäche, Erbrechen und auch Fieber. Hinzukommen starker Durst, Unlust zum Aufstehen, häufiges Urinieren. Beim Druck auf die Nierengegend hat der Hund Schmerzen. Leptosirose läßt sich mit Antibiotika behandeln, soweit noch kein Nierenversagen vorliegt. Bei einer Überstehung der Krankheit bleiben jedoch oft irreparable, chronische Nierenschäden zurück. Einige Hunde erkranken nur leicht. Andere zeigen gar keine Symptome sondern scheiden die Leptospiren lediglich mit ihrem Urin aus, sind also für andere Hunde ansteckend. Diese Hunde können eine chronische Nierenerkrankung entwickeln, die erst später offensichtlich wird. Obwohl die momentan in Deutschland erhältlichen Impfungen keinen vollständigen Schutz vor der Leptospirose mit all ihren Unterarten bieten, sollte trotzdem auf eine regelmäßige Impfprophylaxe geachtet werden. Der Impfschutz währt allerdings weniger als ein Jahr, es wird heftig diskutiert den Impfintervall auf 6 Monate zu reduzieren.

Magendrehung

Es kann fast jeden Hund treffen. Meist überfällt diese lebensgefährliche Krankheit ältere Hunde mit tiefem Brustkorb und erschlafftem Gewebe. Die Ursache einer Magendrehung (torsio ventriculi) beziehungsweise Magenverlagerung ist noch nicht endgültig geklärt. Hunde mittel- bis grosser Rassen mit tiefer Brust sind besonders gefährdet. Eine Gewebeschwäche der Magen-Aufhängesysteme bei gleichzeitiger Magenatonie (-schlaffheit) scheint eine veranlagte Voraussetzung zu sein. Weitere Risikofaktoren sind, zu schnelles Fressen, bzw. Schlingen, eine grosse Mahlzeit am Tag, Vererbung. Man sollte nach dem Füttern größere Aktivitäten des Hundes verhindern. Nach bisherigem Wissen kann angenommen werden, dass durch eine Magenschlaffheit die Entleerung des Magens verlängert und die Selbstreinigungsfunktion gestört ist. Das führt dazu, dass gasbildende Keime wie Streptokokken (natürliche, teilweise aber hochgradig krankmachende Bewohner von Schleimhäuten), Milchsäure-Bakterien, Clostridien (ausserhalb des Körpers befindliche Bakteriengattung) und Hefen in die Umwandlung des Mageninhaltes eingreifen. Dabei kommt es zu einer erhöhten Gasbildung im Magen des Hundes, die ihrerseits einen erheblichen Druck auf die Magenwand ausübt und eine Erschlaffung der Magenmuskulatur verstärkt. Die Symptome: Schwellung des Bauches, Hund versucht vergebens zu erbrechen, Unruhe, Jammern, Stöhnen, läuft auf und ab, Hund lässt den Kopf hängen, die Hunde können nicht liegen - stehen immer wieder auf. Es muss eine sofortige Behandlung durch den Tierarzt erfolgen. Je schneller man dort eintrifft, um so grösser die Überlebenschancen. Es kann zu Herzrhytmusstörungen kommen, der Kreislauf kann zusammen brechen. Zunächst wird geröngt, um zu sehen, ob es sich tatsächlich um eine Magendrehung, oder um eine Magenverstimmung handelt. Wird operiert, wird zunächst der Magen entlastet, ggf. die Rhythmusstörung behandelt. Zusätzlich erfolgt eine Flüssigkeitszufuhr, dadurch wird der Kreislauf stabilisiert. Dann wird der Hund operiert, der Magen in seine normale Lage zurück gebracht. Oder aber auch angenäht (was bei den allermeisten Hunden von Vorteil ist, um eine erneute Magendrehung möglichst zu verhindern).


Parvovirose

Es handelt sich um eine besonders häufig auftretende Krankheit des Hundes, die durch Parvoviren verursacht wird. Parvovirose, auch Katzenseuche genannt, ist eine der gefürchtetsten Hundekrankheiten, da sie ohne sofortige und intensive Behandlung unweigerlich zum Tode führt. Gerade für Welpen besonders gefährlich, ( weil in 80 Prozent der Fälle tödlich ) und jüngere Hunde sind für diesen Virus besonders empfänglich. Sie befällt vor allem das Immunsystem und die Darmschleimhaut. Der Erreger dringt über die Nasen- und Maulschleimhaut in den Körper des Hundes ein. Als Überträger kommen gleichfalls mit dem erkrankten Tier in Berührung gekommene Menschen in Frage (Hundehalter, Händler, Tierärzte, über Schuhwerk verschlepptes Virusmaterial). Parvovirose beginnt meist mit einer kaum bemerkbaren Mattigkeit und leichtem Fieber. Sehr bald danach aber kommt Erbrechen hinzu, oft begleitet von Durchfall. Bei schweren Verlaufsformen tritt innerhalb von 24 bis 48 Stunden der Tod ein. Drei bis zwölf Wochen alte Hunde sterben häufig an der Infektion, ohne dass es vorher zur Ausprägung klinischer Symptome gekommen ist. Hier kommt es infolge des Befalls des Herzmuskels zum akuten Versagen der Herz-Kreislauf-Funktion. Werden diese Symptome nicht sofort von einem Tierarzt behandelt, endet das Ganze meist tödlich. Eine Behandlung erkrankter Tiere zielt zunächst auf eine Stabilisierung des Patienten hin. Der schwere Durchfall kann gestoppt werden, der Wasserhaushalt muss wieder ausgeglichen werden, dem Körper müssen Bicarbonate, Kalium und evtl. andere Elektrolyte zugeführt werden. Um bakterielle Infektionen zu vermeiden, bedarf es der Verabreichung von Antibiotika. Die wirksamste Maßnahme gegen die Krankheit besteht in einer prophylaktischen Impfung der Hunde, welche erstmals im Alter von 6 Wochen durchgeführt werden kann. In der 12./13. Woche erfolgt die Nachimpfung. Danach die übliche jährliche Wiederholungsimpfung. Über genaue Impfintervalle sprechen Sie bitte mit Ihrem Tierarzt. Auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen wie oft die Wiederholungsimpfungen bei Hunden sinnvoll sind.

Staupe

Die Staupe ist eine Viruserkrankung. Die Krankheit ist chronisch und nur in den seltensten Fällen heilbar. Die Ansteckung erfolgt zumeist durch direkten Kontakt von Hund zu Hund, aber auch indirekt durch Einschleppung mit Schuhen oder Kleidung. Ihr Hund kann sich nicht nur durch Kontakt mit anderen Hunden anstecken, sondern Gefahr droht z.B. auch beim Waldspaziergang, weil z.B. Marder und Frettchen (und andere Fleischfresser) die Krankheit übertragen können. Von der Erkrankung sind vor allem junge Hunde im Alterszeitraum von acht Wochen bis sechs Monaten betroffen. Nachdem das Virus über die Maul- oder Nasenschleimhaut aufgenommen wurde, vermehrt es sich zunächst in den Mandeln oder den Bronchiallymphknoten. Erste Krankheitsanzeichen treten etwa eine Woche nach der Ansteckung auf. Sie beginnen sehr schnell mit hohem Fieber, Haarausfall, Appetitlosigkeit, Mattigkeit, die bis zur Bewegungsunfähigkeit führt. Begleitet werden diese Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und Nasenausfluß, der dann zähflüssig wird. Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das äussert sich in psychischen Veränderungen des Hundes wie: Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen. Die einzig wirksame Methode, Hunde gegen die Staupe zu schützen, ist die konsequente Impfung.

Tollwut

Sie ist nicht ausgestorben, die Tollwut (Rabies, Lyssa)! Die Tollwut ist eine gefährliche Infektionskrankheit, die nicht nur Hunde sondern auch den Menschen befallen kann. Diese Infektion verläuft bei Menschen und Tieren ausnahmslos tödlich! Das Tollwut-Virus gehört zu der Gruppe der zylindrisch geformten RNA-Viren, der sogenannten Rhabdo-Viren. Es ist eine lebensbedrohliche Infektionserkrankung, die meist durch den Biss eines erkrankten Tieres (egal ob Hunde oder Wildtiere) übertragen wird. Anfällig sind in unseren Breiten Füchse und Fledermäuse. Das Eindringen des Erregers durch die intakte Haut ist so gut wie unmöglich. Daher ist die Infektionsgefahr beim einfachen Kontakt (z.B. Streicheln) sehr gering. Auch der Kontakt mit dem Speichel des infektiösen Tieres stellt nur eine geringe Gefahr dar. Eine Infektion kann aber erfolgen, wenn man sich nach dem Kontakt zum infizierten Tier (z.B. ein fremder Hund, den man gestreichelt hat und dessen Speichel an die Hände bekommen hat) mit den ungewaschenen Händen die Augen reibt. Ein sehr großes Infektionsrisiko besteht durch Bisse oder Kratzverletzungen, auch wenn diese nicht bluten. Die weitgehend symptomfreie Inkubationszeit ist in der Regel drei bis acht Wochen, doch wurden schon Inkubationszeiten von wenigen Tagen bis über einem Jahr festgestellt. Kopfwunden haben kürzere Inkubationszeiten als Bisse in Arme oder Beine. Infizierte Tiere verändern ihr Verhalten, werden nervös, scheu, haben Schluckbeschwerden und vermehrten Speichelfluss. Entgegen Hunden haben Wildtiere eine Zeit, in der sie eher zutraulich sind, was untypisch für ein frei lebendes Tier ist. Sie haben große Schmerzen im Bereich der Bissstelle, sind wasserscheu und sind ängstlich. Im weiteren Verlauf der Krankheit werden die Tiere aggressiv, beißen und schnappen nach Artgenossen und Menschen. Nach kurzem Krankheitsverlauf folgen hochgradige Lähmungserscheinungen infolge dessen jede Erkrankung nach dem Auftreten der ersten Symptome tödlich endet. Eine Therapie des Hundes oder anderen Tieres ist nicht möglich. Beim Menschen kann u.a. mit einer passiven Immunisierung der Krankheitsausbruch meistens verhindert werden. Diese Maßnahme müssen aber sofort nach einem Biss eingeleitet werden. Hunde werden gegen die Tollwut seit vielen Jahren erfolgreich geimpft, und in den letzten Jahren wurden auch die Fuchspopulationen mit ausgelegten Ködern geimpft. Dies alles hat dazu geführt, daß die Tollwut in Deutschland sehr selten ist, und daß die Gefährdung des Menschen entsprechend gering ist. Dennoch muß eindringlich darauf hingewiesen werden, daß die Impfung der Hunde gegen Tollwut die wichtigste Impfung ist, die der Hund bekommen muß! Die Tollwut gehört zu den anzeigepflichtigen Infektionskrankheiten.

Zwingerhusten

Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, sie ist also ansteckend und sie hat nichts mit Zwingerhaltung eines Hundes zu tun. Als Erreger der Krankheit kommen gleich eine ganze Reihe verschiedener Viren und Bakterien in Frage (z.B. Bordetellen und Grippeviren, auch die menschlichen). Der Zwingerhusten verläuft selbst bei geschwächten oder jungen Hunden selten tödlich, doch kann sich die Erkrankung je nach Schweregrad und Art der beteiligten Erreger trotz tierärztlicher Behandlung über Wochen hinziehen oder sogar bleibende Schäden beim Hund hinterlassen. Bei Fieber, eitrigem Nasenausfluß, gestörtem Allgemeinbefinden bleibt der Gang zum Tierarzt unvermeidlich. Er wird den Hund mit Antibiotika, schleimlösenden und eventuell auch mit abschwellenden und fiebersenkenden Mitteln versorgen. Auch ein Aufbau des Immunsystems des Hundes ist sinnvoll. Auch gegen den Zwingerhusten kann man Hunde impfen lassen. Dies empfiehlt sich, wenn Hunde oft mit vielen Artgenossen zusammen sind, oder z.B. in eine Hundepension oder Hundetagesstätte gegeben werden. So kann man weitestgehend der Krankheit vorbeugen. Ein Restrisiko der Ansteckung an anderen Hunden besteht zwar dennoch, aber meist verläuft die Schwere der Krankheit bei geimpften Hunden abgeschwächter.